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Die häufigsten Fragen

Obwohl Getränkedosen jedem von uns täglich begegnen, wissen wir wenig über sie. Die häufigsten Fragen haben wir hier beantwortet.

1. Wann wurde die erste Getränkedose hergestellt?

Die ersten Getränkedosen kamen 1934 in den USA auf den Markt. In Deutschland stellte Schmalbach-Lubeca (heute Ball Packaging Europe) die erste Getränkedose 1937 vor: Die flaschenförmige Dose bestand aus 4 Teilen und wurde mit einem Kronkorken verschlossen.

Wegen der zu aufwändigen Herstellung wurde die Flaschendose aufgegeben. Stattdessen brachte Schmalbach-Lubeca 1951 die erste Getränkedose für Bier auf den Markt – eine dreiteilige geschweißte Dose aus Schwarzblech. Wenig später wurde erstmals Weißblech bei der Herstellung von Bierdosen eingesetzt. Heute wird der Korpus der Getränkedose samt Dosenboden energie- und materialsparend aus nur einem Stück gefertigt. Lediglich der Deckel wird nach der Abfüllung aufgefalzt.


2. Was ist Weißblech genau?

Weißblech ist Stahlblech. Zum Schutz vor Korrosion wird es mit einer sehr dünnen Zinnauflage veredelt. Im Durchschnitt genügen etwas mehr als 2 g Zinn pro qm Fläche und Seite.


3. Wieso hat die Getränkedose aus Stahl einen Aluminiumdeckel?

Ein Deckel, der aus Stahl gefertigt werden würde, hätte nicht dieselben Eigenschaften wie der Deckel aus Aluminium. Die Hauptschwierigkeit ist die Verfestigung des Materials im Bereich der Ritzlinie, die das Öffnen der Getränkedose unterstützt. Die höhere Festigkeit von Stahl gegenüber Aluminium würde das Öffnen der Dose schwieriger gestalten.


4. Stört der Aluminiumdeckel der Weißblechgetränkedosen nicht den Recyclingprozess?

Nein. Der Aluminium-Deckel von Getränkedosen wirkt sich nicht störend auf den Recyclingprozess aus. Das Aluminium oxidiert während der Stahlschmelze. Es geht in die anfallende Schlacke über, die im Bauwesen Verwendung findet. Bei diesem Prozess wird Energie frei, die wiederum genutzt wird, um zusätzlichen Schrott einzuschmelzen.


5. Können aus gebrauchten Getränkedosen neue Getränkedosen hergestellt werden?

Ja. Sowohl aus Weißblech- als auch aus Aluminiumdosen können durch das Recycling wieder neue Getränkedosen entstehen.


6. Wie viel wiegt eine Getränkedose?

Die erste Getränkedose 1951 wog noch ganze 83 Gramm (0,35 l). Seitdem hat die rundliche Metallverpackung durch kontinuierliche Forschungsanstrengungen ständig an Gewicht verloren. Das Gewicht einer 33 cl-Dose aus Weißblech wurde  von 48 g in 1973 auf 21,4 g in 2003 reduziert. Die 50 cl-Dose aus Weißblech speckte von 45 g in 1983 auf 27,8 g in 2003 ab.
Eine Aluminium-Getränkedose wiegt heute lediglich 10,6 Gramm (33 cl) bzw. 13,8 Gramm (50 cl).


7. Sind Getränke in Dosen sicherer verpackt als in Glas?

Die Getränkedose ist die einzige Verpackung, die licht- und sauerstoff-undurchlässig ist. Licht und Sauerstoff beeinträchtigen die Qualität der Getränke. Kohlensäurehaltige Getränke müssen zudem vor dem Verlust von CO² geschützt werden. Bei der Getränkedose dringt weder Sauerstoff oder Licht von außen nach innen ein noch geht Kohlensäure verloren. Zusätzlich geschützt ist das Getränk durch den hermetisch verschlossenen Deckel. Die Qualität von Getränken bleibt daher in Getränkedosen lange erhalten.


8. Können Dosen platzen?

Im Prinzip ja – das kommt jedoch in der Praxis kaum vor. Denn die von Ball Packaging Europe produzierte Getränkedose kann einem Innendruck von  6,2 bar standhalten. Dies ist für den alltäglichen Gebrauch ein enorm hoher Wert. Zum Vergleich: In 10 Meter Tiefe unter Wasser muss der menschliche Körper einen Druck von ca. 1 bar aushalten. Ein Autoreifen wird mit einem Druck von 2 bar „befüllt.“ ...  Für den Fall, dass dennoch einmal ein Innendruck von 6,2 bar erreicht wird, wurde für die Getränkedose sicherheitshalber eine Art „Ventil“ konstruiert: Der Boden beult sich aus, womit der Druck zusätzlich Raum erhält – es kommt zur sogenannten „Nasenbildung“. Dies führt zu einem reduzierten Innendruck in der Getränkedose. Sollte die Dose trotzdem einmal platzen, passiert dieses an einer Stelle und nicht wie bei Glas im Ganzen.


9. Können Dosen sprechen?

Ja – wenn sie mit der entsprechenden Technik ausgestattet sind. Beim Öffnen der Getränkedose wird durch den Lichteinfall ein Modul aktiviert, das eine individuelle Klangbotschaft vermittelt. Das lichtaktive Klangmodul wurde von Riverside Technologies, einem Marketingunternehmen, entwickelt und von Ball Packaging Europe in den Dosendeckel integriert. Brauereien und Softdrinkhersteller haben die sprechende Dose bereits für Promotion-Aktionen eingesetzt. Eine Stimme informierte den Konsumenten beim Öffnen der Getränkedose über seinen Gewinn und darüber, was er tun muss, um den Gewinn zu erhalten.

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Sylvia Blömker
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