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Umweltschutz in der Produktion

Produktion

Ball Packaging Europe ist bestrebt, die Umwelteinwirkungen der Getränkedosenproduktion zu minimieren. In unseren zwölf Werken spielen dabei der Energieverbrauch und die daraus direkt (Verbrennung von Erdgas) und indirekt (Verbrauch von Elektrizität) entstehenden CO2-Emissionen eine Rolle.

Wir arbeiten außerdem an der Verringerung des Wasserverbrauchs, des Abfalls sowie der sogenannten „Flüchtigen Organischen Verbindungen“.
In allen unseren Werken haben wir Umweltmanagementsysteme nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 eingeführt. Sie helfen uns dabei, unsere Umweltstrategie umzusetzen und unsere Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.

 

Unser CO2-Fußabdruck

Durch den Verbrauch von Elektrizität und Erdgas entstehen CO2-Emissionen. Sie stellen eines der sechs Treibhausgase dar, die zum Klimawandel beitragen. Seit 2003 hat Ball Packaging Europe den Strom- und Gasverbrauch pro 1.000 produzierter Einheiten deutlich reduziert.

So ging der Verbrauch von Elektrizität zwischen 2003 und 2008 um 25 Prozent zurück. Im gleichen Zeitraum konnten wir den Verbrauch von Erdgas um 27 Prozent verringern. Dank dieser Erfolge konnten wir auch die von uns verursachten CO2-Emissionen massiv verringern.
 



Abb. 1: Verbrauch Elektrizität und Erdgas pro 1.000 produzierter Dosen (Basis 2003)

 

2007 haben wir damit begonnen in all unseren Werken ein Energieinformationssystem mit computerbasierter Überwachung und einem entsprechenden Berichtswesen zu installieren.
Dieses System ermöglicht es uns, den Energieverbrauch der komplexen Produktionsverfahren noch besser zu verstehen, die energieintensivsten Verfahren zu identifizieren und Einsparpotenziale zu bewerten. Durch die ständige Überwachung werden wir Unregelmäßigkeiten beim Energieverbrauch zeitnah bemerken und können erforderliche Maßnahmen unmittelbar einleiten.

Das System erlaubt uns zudem, die Energieeffizienz gleicher Verfahren in unterschiedlichen Werken zu vergleichen, so dass wir optimale Verfahren identifizieren und im gesamten Unternehmen anwenden können. Die Visualisierung der Energiedaten wird darüber hinaus dazu beitragen, das Bewusstsein für Energie und Umwelt im Unternehmen zu fördern.

Zahlreiche kleine und große Energiesparprojekte tragen zu unserem Erfolg bei. So arbeiten wir derzeit intensiv an der Optimierung unserer Druckluftsysteme. Als Resultat erwarten wir eine Einsparung von rund fünf Mio. Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Auch optimieren wir unsere thermischen Abluftbehandlungsanlagen. Zum Beispiel haben wir diese Anlagen 2008 in unseren Werken in Bierne (Frankreich) und Weißenthurm (Deutschland) optimiert und deren Gasverbrauch um 1,2 Mio. kWh verringert. Damit sparen wir rund 2.500 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr.

 

Wasser: nicht erst als Produkt in der Dose

Wissenschaftler, Politiker und Wirtschaft sind sich einig. Ein Thema wird in naher Zukunft die Umweltdiskussion in einem ähnlichen Maße beeinflussen wie derzeit der Klimawandel: die zunehmende Verknappung trinkbaren Wassers.

Das meiste Wasser setzt Ball Packaging Europe zum Spülen von Dosen nach ihrer Formung aus Aluminium- und Stahlblech ein. Dabei führen wir das Wasser aus der letzten Spülphase (sauberstes Wasser) den vorgeschalteten Waschstufen zu und reduzieren damit erheblich den Wasserverbrauch. Von 2003 bis 2008 haben wir unseren Wasserverbrauch um rund 30 Prozent verringert und so wichtige Ressourcen gespart.
 

Abb. 2: Wasserverbrauch pro 1.000 produzierter Dosen

 

Abfall oder Rohstoff?

Abfallmanagement spielt in unseren Werken eine zentrale Rolle. Denn Materialverbrauch und Abfallmengen sind wichtige Indikatoren für die Effizienz unserer Fertigungsprozesse. Durch den optimierten Materialeinsatz verringern wir gleichzeitig die anfallenden Abfallmengen.

Abfallreduzierung, Wiederverwendung und Recycling tragen dazu bei, die Entsorgungskosten zu vermindern und die Umwelt zu schützen, z. B. durch die Schonung von Ressourcen. Wir sind bestrebt, alle Abfälle der stofflichen Verwertung zuzuführen, insofern ein funktionsfähiger Sekundärmarkt besteht.

 

Flüchtig: organische Verbindungen

Unsere Werke stoßen verschiedene Abgase aus, für die es gesetzliche Auflagen gibt. Besonders relevant ist hierbei die Freisetzung von flüchtigen organischen Verbindungen, die durch das Verdampfen von organischen Lösemitteln in Dosenlacken und beim Trocknen dieser Lacke entstehen. In Anwesenheit von UV-Licht und Stickoxiden bilden sie Ozon, den sogenannten Sommersmog. Ball Packaging Europe setzt schon seit langem die regenerative Nachverbrennung zur Reinigung der Abluft und zur  Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Luftreinhaltung ein.

Seit Mitte der 1980er-Jahre arbeiten wir an der Reduzierung von flüchtigen organischen Verbindungen, insbesondere durch die Umstellung auf wasserbasierte Dosenlacke und den Einsatz thermischer Abluftbehandlungsanlagen, wodurch mindestens 95 Prozent der gebundenen flüchtigen organischen Verbindungen aus den Lacken zerstört werden. Dabei haben wir in die beste verfügbare Technik investiert, um den Prozess so effizient wie möglich zu gestalten.

Der Zielkonflikt unter Umweltgesichtspunkten besteht darin, dass durch den zusätzlichen Bedarf an Erdgas für den Betrieb dieser Anlagen auch der Ausstoß von CO2-Emissionen erhöht wird. Zur weiteren Verminderung der flüchtigen organischen Verbindungen sind technologischer Fortschritt und die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten erforderlich.

In unserem Werk in Bierne haben wir zum Beispiel die Maschinen, die den Bodenlack aufbringen, im Jahr 2008 modifiziert. Damit reduzieren wir den hiesigen Lackverbrauch und damit auch die Freisetzung von flüchtigen organischen Verbindungen um über 5 Prozent.

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Dr. Gert-Walter Minet
Regulatory Affairs

Tel.: +49 (0)2102-130-440
Fax: +49 (0)2102-130-163
Mail: Dr. Gert-Walter Minet


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